function buttongeneralpeaucellier(){
	var elem = document.getElementById('id-mitte');
	  elem.innerHTML = 
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    '<a href="#" class="zur_uebsicht nurright" onClick="buttonarbberheimatgeschichte(); return true;">Übersicht</a>' + 
    '<h3 class="nurcencol">Kleine Schriftenreihe<br>Heimatgeschichte – Ausgabe 2004</h3>' +
    '<h2 class="h2_klschrcen">Rainer Darimont</h2>' +
    '<br>' +	  
    '<h3 class="kopf_schr">General Charles-Nicolas Peaucellier</h3>' + 
    '<h2 class="h2_klschrcen"> Friedhofsodyssee: Paris, Dillingen, Wallerfangen</h2>' + 
    '<h3 class="h2_klschrcen"> - Auf den Spuren eines Genies -</h3>' + 
    '<p class="nurfett"> Zum Geleit</p>' +
    '<ol type="1" Start="1">' + 
    '<li><a href="#Die Rätsel eines Toten">Die Rätsel eines Toten</a></li>' +  
    '<li><a href="#Die Früchte des Lebens">Die Früchte des Lebens</a></li>' +   
    '<li><a href="#Nach der Kaiserzeit in Dillingen und Wallerfangen">Nach der Kaiserzeit in Dillingen und Wallerfangen</a></li>' +    
    '<li><a href="#Die Entdeckung auf dem Friedhof">Die Entdeckung auf dem Friedhof</a></li>' +    
    '<li><a href="#Familiengeschichten: Der Schlüssel in die Vergangenheit">Familiengeschichten: Der Schlüssel in die Vergangenheit</a></li>' +  
    '<li><a href="#Zu Gast bei den Toten: Ein Spaziergang zu ihren Gräbern und Gruften">Zu Gast bei den Toten: Ein Spaziergang zu ihren Gräbern und Gruften</a></li>' +    
  '<li><a href="#Was noch zu sagen bleibt">Was noch zu sagen bleibt</a></li>' +    
  '<li><a href="#Anmerkungen">Anmerkungen</a></li>' +    
  '<li><a href="#Verwendete Literatur">Verwendete Literatur</a></li>' +     
  '</ol>' +
  '<p class="h2_censon">Zum Geleit:</p>' +
  '<p>Der Autor unternahm den anspruchsvollen Versuch, die spärlichen Informationen über eine der schillernsten Gestalten aus unserer Heimatgeschichte erstmalig in den begrenzten Raum einer Kurzdokumentation zusammen zufassen.</p>' +
  '<p>Hervorragende Persönlichkeiten, die über der Masse ihrer Mitbürger zu stehen scheinen, pflegt man aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Sie ziehen das allgemeine Interesse auf sich, weil man den Eindruck hat, dass sie es sind, die die Welt bewegen oder verändern. Sie mögen Militärs oder Politiker sein, Wissenschaftler oder Künstler; soweit sie Autorität oder Macht besitzen, können sie den Lauf der Dinge unmittelbar und direkt bestimmen. Soweit sie über die Waffen des Geistes verfügen, bleiben die Wirkungen ihres Tuns oft über Generationen noch sichtbar, so wie etwa bei Charles-Nicolas Peaucellier.</p>' +
  '<p>Peaucellier hielten seine Zeitgenossen schon für einen großen Mann  und erwähnten ihn lobend in ihren Gazetten und gebundenen Schriften. Heute zählt er zu denen, über die recht wenig bekannt ist. Die meisten Menschen aus unserer Gegend haben noch nie von General Peaucellier gehört, und die wenigen, denen sein Name geläufig ist, betrachten sein Leben unter dem Blickwinkel der steilen militärischen Karriere oder der geheimnisvollen Geschichte um seine drei Ehefrauen. Selten sind die Dinge so, wie sie scheinen.  Nur einem kleinen Kreis von Fachleuten sind dagegen die präzisen Fakten aus Peaucelliers Privatleben und die wissenschaftliche Seite seines Schaffens bekannt.</p>' +
  '<p>Wenn also ein bedeutender Teil der Persönlichkeit eines Menschen falsch dargestellt oder ohne Gesicht bleibt, so besteht mit der vorliegenden Arbeit erstmals Hoffnung, dass sich das ändern wird. Geduldiges Forschen und glückliche Neufunde konnten die beträchtlichen Lücken in der Vita von Peaucellier endlich schließen.</p>' +
  '<p>  Die überquellende Fülle der heimatkundlichen Daten bewegt sich in dem Werk auf einer eher popularisierenden Ebene. Hierin unterscheidet sich der Text von den meisten anderen aus dieser Sparte. Das liegt wohl daran, dass Veröffentlichungen wie diese im Kern doch ein echtes und nicht zu bestreitendes Heimatgefühl zugrunde liegt.</p>' +
  '<p>Das vorliegende Werk dokumentiert eine ungeheuer interessante Industrie- und Familiengeschichte mit Nahaufnahmen einer in Teilen am Alten festhaltenden und im industriellen Wandel sich befindenen Gesellschaft. Die Kapitel zeichnen sich durch hohen Informationsstand aus und sind trotzdem unterhaltsam geschrieben. Besonders die Kapitel des zweiten Teils sind voll von den Gerüchen und dem Geschmack des Weges unserer Vorfahren in die Moderne. Sie sprechen den Liebhaber feuilletonistischer Texte ebenso an wie den nur an der Heimatgeschichte interessierten Leser.</p>' +
  '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
  '<br>' +
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  '<p class="h2_censon"><a name="Die Rätsel eines Toten">1. Die Rätsel eines Toten</a></p>' +
  '<p>Tief sind die Keller des Saarlouiser Kreisarchivs. Zwar nicht ganz so tief wie der Brunnen der Vergangenheit, in den der Autor hinabstieg für seine verwickelte Geschichte um Herrn Peaucellier und seine drei Frauen; aber doch so tief, dass man beim Herabsteigen erinnert wird an den mit Aktenstaub versetzten Schweiß, den der liebe Gott bekanntlich vor den Erfolg gesetzt hat.</p>' + 
  '<p>Mit dem General und Wissenschaftler gerät ein polyglotter und fast vergessener Mann aus unserer Heimat in unser Blickfeld. Es gehört zu den besonderen Eigenarten der Rehabilitation eines Unterschätzten, daß er und sein Werk gerade in der Fremde als Berühmtheit gewürdigt werden – im französischen und englischen Sprachraum.</p>' +
  '<p>Es ist ein tragisches Geschick, das über dem Leben gerade des Mannes, der durch eine mathematisch-technische Erfindung das Licht des Wissens weit in seine Welt hinausstrahlte, tiefes Dunkel gebreitet liegt. Und das, obwohl er doch ein Instrument geschaffen hat, was im Frühkapitalismus als bedeutende Erfindung für das beginnende Maschinenzeitalter betrachtet werden darf. Obwohl sich sein Lebensweg entschieden Frankreich und dessen Kultur zuwandte, weist der Autor auf die Anregungen hin, welche dem mathematisch Hochbegabten in Dillingen und Wallerfangen  zugeflossen sind. Es wird nachgewiesen, dass das formal Technische an Peaucelliers frühen Begegnungen Auswirkungen auf seinen späteren Forschungsgegenstand hatte. Er unterhielt Kontakte zu Personen, die experimentierend und gestaltend den Weg in die Moderne suchten. Gemeint sind Friedrich Achilles Defrance, Felix Villeroy, der Forscher Justus von Liebig, Bartholomé Sthème de Jubécourt und andere.</p>' +
  '<p>Doch um wen oder was geht’s? Zunächst rückt der Ingenieur und Arztsohn Charles-Nicolas Peaucellier in den Fokus: <span class="nurfett">1832</span> in Saarlouis geboren, gestorben <span class="nurfett">1919</span> in Toul und beigesetzt als General in Paris, umgebettet <span class="nurfett">im selben Jahr</span> nach Dillingen und erneut umgebettet <span class="nurfett">1929</span> nach Wallerfangen. Hier fand er in der Gruft seiner Familie die letzte Ruhestätte.</p>' + 
  '<p>Wenden wir den Blick zunächst auf seine Ehefrauen: Bekanntermaßen ist das vorgenannte Zeitalter gekennzeichnet durch Prüderie und starre Konventionen. Wenn ein Mann wie Peaucellier drei Frauen aus den feinsten Kreisen heiratete und eine militärische und wissenschaftliche Karriere absolvierte, dann kann nur stupider Neid darin den Trick eines galanten Herzensbrechers vermuten. Sagen wir es anders: Schöne oder einflussreiche Frauen an der Seite von Begabten und Mächtigen haben das politische Geschehen und die kulturelle Entwicklung ihrer Zeit stärker beeinflußt als in den meisten Geschichtswerken zu lesen ist. Von diesen Frauen fällt neues Licht auf Persönlichkeiten, die in ihrer geschichtlichen Rolle bekannt, als Mensch aber oft nur umrißhaft erfassbar blieben, wie etwa Charles Peaucellier. Es fanden sich immer Heimatforscher, die, aus Unwissenheit oder Spott, Peaucelliers Ehebündnisse als süffisant beschworen. Durch diesen Hauch der Ironie lauert im Falle von Peaucellier eine gewisse Tragik. Wer die Wahrheit über sein Leben kennt, gerät in Verlegenheit, denn selten sind die Dinge so, wie sie scheinen. Darüber mehr in einem eigenen Kapitel.</p>' + 
  '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
  '<br>' +
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  '<p class="h2_censon"><a name="Die Früchte des Lebens">2. Die Früchte des Lebens</a></p>' +
  '<p>Jetzt erhebt sich die bisher zurückgestellte Frage: Worin bestand die Erfindung von Peaucellier, um die ein so großes Aufheben gemacht wurde? Dies ist die Geschichte von einer eher einfachen mathematischen Eingebung, die eine revolutionäre Entdeckung zur Folge hatte. Vielen von uns ist klar, dass unsere gesamte Zivilisation immer noch auf der Dampfmaschine beruht seit der Zeit, als dieser Schotte James Watt den Kessel seiner Frau beim Kochen beobachtete. Der findige General Peaucellier ersann zu jener Zeit eine Möglichkeit, die wichtigste Errungenschaft seines Jahrhunderts, die Dampfmaschine, technisch zu verbessern. Die Umsetzung seiner Idee führte zu zahlreichen, teils militärisch genutzten Erfindungen, die das 19. und 20. Jahrhundert im Hinblick auf seine Mechanisierung positiv beeinflussten. Doch worum geht’s? Die von dem Engländer James Watt (1736-1819) entwickelte Dampfmaschine war zwar ein genialer Schöpfungsstreich, es haperte jedoch an der Kraftübertragung. Die durch parallelen Lauf der Gestänge transportierte Kraft konnte nur unter erheblichem Verschleiß in Bewegungsenergie umgewandelt werden. 1784 erfand Watt zwar ein verbessertes Gestänge, das in seiner Maschine verwendet werden konnte. Doch diese Vorrichtung war immer noch unbefriedigt, weil das Gestänge schnell verschliss und in der linearen (geraden) Bewegungsebene gefangen blieb. Das Problem des Verschleißes wurde in Folge durch George Stephenson (1781-1848) gemeistert, jedoch nur bei Apparaten des ganz schweren Typs, wie beispielsweise der Lokomotive.</p>' +
  '<p>1863 entwickelte Peaucellier in Toul als 29jähriger Capitaine in einem Pionierregiment die erste mechanische Vorrichtung, um eine lineare, also eine gradförmige Bewegung in eine kreisförmige Bewegung präzise  umzuwandeln. Die komplizierte Krafttransformation von der Geraden in den Kreis ist die Erfindung, mit dem Peaucellier berühmt wurde. Auf zahlreichen Seiten im Internet kann seine generöse Erfindung bewundert werden. Sie ist dort auch als Bewegungsanimation nachzuvollziehen. Wenn das Seltene eintritt, daß ein Forschername mit seiner Entdeckung namentlich verknüpft bleibt, so hat das stets einen besonderen Klang. So auch bei Peaucellier. Das Gestänge trägt bis heute den Namen seines Erfinders. Obgleich die Konstruktion für unsere heutige Zeit zu viele Teile enthält, um mechanisch nützlich zu sein, wird sie in den Universitäten als einfaches Beispiel zitiert, wie lineare Bewegungen ohne großen Verschleiß in kreisumlaufende Bewegungen umgewandelt werden.   Das von Peaucellier erfundene Gestänge eignet sich für Dampfmaschinen kleinerer Bauart wie z.B. Dresch-, Spinn- oder Töpfereimaschinen. Die Vorzüge, die man dem Gestänge zugeschrieben hat, waren eine unglaubliche Ganggenauigkeit, geringer Verschleiß und Kohleersparnis. Die kleineren Dampfmaschinen liefen mit hohen Drehzahlen, so dass sich Schwankungen im Gestänge besonders stark auswirkten. Darüber hinaus fand das Gestänge auch Verwendung beim Militär. Es wurde beispielsweise in Lafetten von Großhaubitzen eingebaut. Ein durch Muskelkraft  in Gang gesetzter Kurbelmechanismus führte die Schwenkbewegungen der schweren Haubitze aus.</p>' + 
  '<p>1873 stellten die Franzosen auf der Weltausstellung in Wien das Peaucellier-Gestänge vor. Das Ereignis war jedoch durch einen Gelehrtenstreit überschattet. Wichtige Entdeckungen auf dem Gebiet der reinen Mechanik pflegen nur in der Fachwelt eine Sensation zu sein. So ist dem breiten Publikum eine pikante Auseinandersetzung entgangen, die Frankreich auf höchster Ebene mit einem weiteren Land austragen mußte. Es ging um die Priorität dieser Erfindung. Was hat es damit auf sich?</p>' + 
  '<p>Unser Blick richtet sich ins ferne Russland. Zur gleichen Zeit arbeitete hier der Mathematiker Lippmann Lipkin (1846-76) an der Lösung des Problems, die Kraftübertragung der Dampfmaschine oder Kurbelmechanismen durch ein neuartiges Gestänge ökonomischer zu gestalten. Lipkin erhob Ansprüche auf die Urheberrechte für die Konstruktion. Er verwies auf den chronologischen Ablauf und den erfolgreichen Abschluß seiner Arbeiten. Peaucellier gelang es zu beweisen, daß er als erster dieses Gestänge entwickelt hatte, was er in einer ganz frühen Veröffentlichung dokumentierte. Die Angelegenheit ging nur knapp zu Gunsten Frankreichs aus. Lipkin wurde nach der Weltausstellung in Wien gestattet, seine Erfindung als „Peaucellier-Lipkin-Gestänge“ zu präsentieren.</p>' + 
  '<p>Es ist zu natürlich, dass der Name von Peaucellier in deutschen Nachschlagewerken oder in ausländischen Almanachen der Technik nicht oder eher selten zu finden ist. Es stürzten sich einfach zu viele, namentlich englische und französische Forscher, auf das neu erschlossene Gebiet, um mit höchstem Scharfsinn und unerhörtem Fleiß den technischen Besitzstand der Menschheit zu erweitern. Das Ansehen, welches Peaucellier bei seinen Zeitgenossen erworben hatte, spiegelt sich jedoch in der Erwähnung und Beschreibung seiner Theorie wieder. Dies ist in der Fachliteratur des westlichen Europa und in Nordamerika in großer Zahl dargestellt. Gehen wir zum Schluss des Kapitel noch ins Einzelne: Peaucellier konnte über sein Lebenswerk zufrieden und auf das Gelingen seiner Pläne stolz sein. So baute man sein Gestänge in die Dachkonstruktion des englischen Parlamentsgebäudes ein, um die dort untergebrachten Heizluftschiebeschleusen zu bedienen.</p>' +
  '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
  '<br>' +
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  '<p class="h2_censon"><a name="Nach der Kaiserzeit in Dillingen und Wallerfangen">3. Nach der Kaiserzeit in Dillingen und Wallerfangen</a></p>' +
  '<p>Betrachten wir den sozialen Kontext Peaucelliers, so stehen uns dafür nur verhältnismäßig wenige Nachrichten zur Verfügung. Die Zahl dieser Quellen über den General ist recht spärlich und nur wenige von ihnen können als hinreichend gesichert betrachtet werden. Einige haben nur mächtigen Staub aufgewirbelt, so daß auch das schärfste Auge das wirkliche Bild Peaucelliers nur schwer zu erkennen vermochte. Es war für den Autor eine harte Buße, sich durch diesen unendlichen Staub hindurch zu arbeiten, um an die gesicherten Aussagen über das private Leben des Generals heranzukommen.</p>' + 
  '<p>In der Presse sind mehrere widersprüchliche Artikel über den Verstorbenen und seine Friedhofsodyssee im Saargebiet erschienen. So hat es beispielsweise auch der bekannte Dillinger Heimatforscher Dr. Alois Lehnert nicht gewagt, in seinem Hauptwerk „Geschichte der Stadt Dillingen/Saar“ näher, als ab der Seite 633 f. beschrieben, auf Peaucellier einzugehen. Die Unsicherheit des Wissens um den Erfinder und seine Lebensdaten wurde sicherlich dadurch erschwert, daß der in Preußen (Saarlouis) Aufgewachsene sein Lebenswerk in französischen Diensten vollbrachte. Es ist anzunehmen, daß er an der Saar auch nur französische Kontakte unterhielt. Sicher ist, daß dies in den feinsten Kreisen geschah. Die Quellenlage zur Person Peaucelliers hätte anders ausgesehen, wenn wir Deutschen gar zu gerne bewiesen hätten, daß jene Erfindung, die das Nutzbringende der Mechanik so entscheidend zum Besseren veränderte, aus dem eigenen Volk und in den eigenen Mauern entstanden wäre.</p>' + 
  '<p>Blickt man zurück auf Peaucelliers Sterbejahr <span class="nurfett">1919</span> in Toul und seine Beisetzung auf dem berühmten Friedhof Père Lachaise in Paris, so wundert man sich, dass im selben Jahr bereits eine Umbettung nach Dillingen erfolgte. Es ist davon auszugehen, daß die Initiative hierzu auf die beiden in Paris lebenden Kinder des Generals, die Halbgeschwister Jeanne und Maxime Peaucellier zurückzuführen ist.</p>' +
  '<p>Unser Blick richtet sich nun in die Eisen- und Stahlmetropole am Flußknie zwischen Prims und Saar. Auf dem Dillinger Friedhof fällt ein neugotisches Gruft-Kapellchen ins Auge. „Familie Defrance“ liest man über dem Eingang. Die Überführung von Paris und die Beisetzung des Generals in diese Gruft fand <span class="nurfett">1919</span> mit staatlichen Ehren statt. Peaucellier fand dort neben seiner ersten Frau Marie-Hélène geb. Defrance, der Mutter von Jeanne, eine vorübergehende Ruhestätte.</p>' +
  '<p>Wie erlebten die Menschen die Situation in jenen Tagen? So, als ob durch trübe Schatten nur noch wenig Licht schimmerte. Des großen Wilhelm’s erheblich weniger begabter Nachfolger Wilhelm II. hatte gerade Deutschlands Vormachtstellung in der Welt verspielt. Noch lag ein gespenstiges Schweigen über ganz Europa, so als hielten die Menschen den Atem an und warteten gespannt, was das Schicksal für sie bereithielt - jetzt, nachdem der Friede endlich gekommen war. Die Folgen des ersten Weltkrieges und regionale Besitzverhältnisse von französischen Kapitaleignern prägten die Verhältnisse im damaligen Saargebiet. In der Stadt Dillingen und auch in Wallerfangen gaben die französische Besatzungsmacht und deren kapitalorientierte Sympathieträger den Ton an. Es herrschten frankophiler Lokalpatriotismus und nur gedämpfter deutscher Nationalstolz.</p>' + 
  '<p>Die französisch inszenierte Grablegung in Dillingen wurde von einer erstaunten Öffentlichkeit und der Presse wahrgenommen. Vor den Augen einer großen Trauergemeinde trug man den General ein zweites Mal zu Grabe. Anwesend waren die Vertreter des Besatzungscorps, die Eliten der heimischen Stahlbarone, der im Saargebiet ansässige französische Adel, sowie Peaucelliers Familie aus Saarlouis und Wallerfangen. Wie zuvor in Paris, so erwies man auch hier dem Verstorbenen alle zivilen und militärischen Ehren.</p>' +
  '<p>Als General gehörte Peaucellier einem elitären Kader von Frankreich an. Zuvor hatte er als Karrieresoldat die Stiegen des Erfolgs erklommen - ein Mann, der sich Werken des Friedens widmete, aber dabei auf tödliche Mächte stieß. Seine Erfindung war sowohl zivilen als auch militärischen Zielen von großem Nutzen. Die Stationen des Berufssoldaten stellen sich wie folgt dar: Zuerst übernahm Peaucellier als Capitaine in Toul die Leitung eines Pioniercorps. Später war er Platzkommandant von Lyon, dann, wieder in Toul, trat er als Großoffizier einer technischen Eliteeinheit in Erscheinung. Mittlerweile zum General ernannt, bestimmte er als Mitglied des Generalsstabs die Geschicke der „Grande Nation“. In diesem Gremium konnte er neben der zivilen auch die militärische Nutzung seiner Erfindung mit beeinflussen. Der französische Staat dankte es ihm mit Auszeichnungen wie dem „Grand-Officier de la Legion d’Honneur“. Auf Peaucellier kann man am Grabe die bekannten Worte von Hofmansthal beziehen: „Ein großer Gedanke erfüllt den Genius und feit ihn gegen alles, außer gegen sein Schicksal“. Das Schicksal jedenfalls spielt im Leben des Generals eine zentrale Rolle. Auf tragische Verknüpfungen und unabwendbare Vorgänge in seinem Privatleben kommen wir später zu sprechen.</p>' +
  '<p>Die Umbettung Peaucelliers im Jahre <span class="nurfett">1929</span> von Dillingen nach Wallerfangen geschah in aller Stille. Wegen der politisch bedingten Verhältnisse schaute man in diesen Tagen nach Osten, statt nach Westen. Noch gab es die Republik von Weimar. Die Mächte der Finsternis hatten sich gottlob noch nicht erhoben. Erst zwei Jahre später destillierten sie überall im Lande ihre Kräfte. Das tragische Fazit des ersten Weltkriegs sollte die Deutschen dann keineswegs zur Besinnung bringen. Lehren aus der Geschichte zu ziehen scheint Sache der Historiker zu sein, nicht Sache der Herrschenden. Wie bei der ersten Umbettung, so sind auch für die zweite Umbettung die Gründe im rein familiären Kontext zu finden. Merkwürdige Begleitumstände des Aktes findet der Leser im nächsten Kapitel.</p>' +
  '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
  '<br>' +
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  '<p class="h2_censon"><a name="Die Entdeckung auf dem Friedhof">4. Die Entdeckung auf dem Friedhof</a></p>' +
  '<p>Von keiner der beiden Umbettungen aus den Jahren <span class="nurfett">1919</span> und <span class="nurfett">1929</span> existiert eine amtliche Urkunde, weder in Dillingen noch in Wallerfangen. Die vorhandenen Akten in Wallerfangen beginnen erst in der Mitte der 30er Jahre. Ebenso fehlen solche Unterlagen bei den katholischen Kirchengemeinden. Dort werden keine Umbettungen registriert, sondern nur die Todesfälle.</p>' + 
  '<p>Wie berichtet, wurde Peaucellier mit den höchsten Ehren zuerst in Paris beigesetzt, und, im gleichen Jahr, nach Dillingen umgebettet. Durch den für Deutschland verloren gegangenen Krieg bildeten sich in Folge an der grenznahen Saar zwei entgegen gesetzte politische Lager. Handelte es sich doch zumeist um nationale Affekte, die das Tun im damaligen Saargebiet beherrschten. Nur so ist zu erklären, dass über Peaucelliers Umbettungen seinerzeit mehrere Artikel in der Presse erschienen sind, die sich widersprachen.</p>' +
  '<p>Weil man Anfang der 60er Jahre erhebliche Zweifel an der Umbettung von Peaucellier und seiner ersten Ehefrau Marie-Hélène Defrance nach Wallerfangen hatte, nahmen sich gleich drei namhafte Heimatforscher der Sache an. Es ermittelten Dr. Alois Lehnert aus Dillingen, Jean Cazal, Direktor der Faiencerie von Saarguemines, und Konsul Henry Villeroy de Galhau aus Wallerfangen. Letzterer ist der Vater des heutigen Herrn von Schloss Villeroy.</p>' + 
  '<p>Zunächst stellten die Forscher fest, dass die Grabplatten vom General und seiner ersten Frau noch immer in der Defrance-Gruft angebracht waren. Darüber hinaus waren auf den Grabplatten in der Defrance-Gruft und auf denen in der Peaucellier-Gruft in Wallerfangen fehlerhafte Geburts- und Sterbedaten eingraviert. Der damalige Steinmetz bemerkte wohl seinen Fehler und suchte ihn zu verbessern. Dabei wurden die betreffenden Ziffern in Dillingen so unleserlich überhauen, dass man verschiedene Optionen lesen könnte.</p>' + 
  '<p>Trotz aller Bemühungen war immer noch keine Klarheit darüber zu gewinnen, ob die Gruft in Dillingen noch  die auf den beiden Tafeln aufgeführten Särge barg. Daraufhin versuchten die Vorgenannten mit einer spektakulären Maßnahme der Sache auf den Grund zu gehen. Den Gegenstand ihrer Überprüfung betrachteten sie wohl mit der gleichen Skepsis, mit der Ärzte Wunderheilern zu begegnen pflegen. Die Angelegenheit hat sich allen Ernstes wie folgt zugetragen:</p>' +   
  '<p>Man wandte sich an die Direktion der Dillinger Hütte, die die  Defrance-Gruft immer noch betreute, und bat den Generaldirektor, die Gruft öffnen zu lassen. Dieser ließ die Sachlage eingehend prüfen, klärte wichtige Rechtsfragen und vergaß auch die Angelegenheiten der Etikette nicht. Und schließlich, endlich, war es soweit. Am 28. Januar 1966 wurde in einem feierlichen Akt, vor den Augen aller, die es sehen wollten, die Gruft geöffnet. Die Direktoren Comte de Bonneville, Specht und Wirth stiegen mit dem Chronist Dr. Alois Lehnert in die Gruft, nachdem die Bauabteilung der Dillinger Hütte die Steinplatten abgedeckt hatte. Die Herren Cazal und Villeroy de Galhau blieben höflich dem Schauspiel fern. Auf der linken Seite der Gruft machte man die ehemaligen Liegeplätze der fehlenden Särge ausfindig. Dann fanden die Lebenden in der Kammer der Toten nur noch den Griff eines Sarges, der offensichtlich abgebrochen war, als der betreffende Sarg herausgezogen wurde. Seitdem war die Welt des Dr. Alois Lehnert, der als Initiator der Maßnahme zu betrachten ist, wieder ein bischen mehr in Ordnung.</p>' + 
  '<p>Zu guter Letzt konnten die Herren Johann Thomaser (*20.06.1878) und sein Sohn Ambrosius (*20.09.1898) noch lebend ausfindig gemacht werden. Die beiden Beamten der Stadt Dillingen waren während der Exhumierung im Jahre 1929 als Vertreter der örtlichen Behörde anwesend. Die Vorgenannten bestätigten die Umbettung. Sie hatten mit eigenen Augen beobachtet, wie die Särge von Peaucellier und seiner ersten Ehefrau <span class="nurfett">Marie-Hélène Defrance</span> über die Saar nach Wallerfangen rumpelten. Mit einem Dillinger und einem Wallerfanger Leichenwagen war die Fahrt durchgeführt worden. Der Vorgang geschah still und leise, ganz anders als zehn Jahre zuvor. Während der gesamten Zeremonie waren ein hoher Vertreter des französischen Militärs anwesend und eine Dame, von der man nur weiß, dass sie gut deutsch sprach. Bei dem Franzosen handelte es sich um einen General. In welchem Verhältnis die Dame zu Peaucellier stand, war nicht mehr zu ermitteln.</p>' + 
  '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
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  '<p class="h2_censon"><a name="Familiengeschichten: Der Schlüssel in die Vergangenheit">5. Familiengeschichten: Der Schlüssel in die Vergangenheit</a></p>' +
  '<p>Das wissenschaftliche und militärische Lebenswerk des Generals ist ohne Zweifel als staunenswert und einzigartig zu betrachten. Ebenso ungewöhnlich stellen sich dem Leser seine sozialen Verhältnisse dar. Peaucellier ehelichte drei Frauen aus den feinsten Kreisen und war Vater von insgesamt drei Kindern. Seine private Lebensgeschichte läßt sich genealogisch vom Grab bis zu den Anfängen zurückverfolgen.</p>' +
  '<p>Nach Aufzeichnungen aus dem Kreisarchiv schloss Peaucellier seine erste Ehe mit Marie-Hélène Defrance im Jahre 1868. Die junge Frau war 1843 geboren und entstammte einer bedeutenden Industriellenfamilie aus Dillingen. Die glückliche Ehe endete schon nach vier Jahren tragisch. Im Alter von nur 28 Jahren verstarb die junge Frau 1872. Aus dieser Ehe ging im Sterbejahr die gemeinsame Tochter Jeanne hervor. Es ist anzunehmen, daß die Mutter im Kindbett verstarb.</p>' + 
  '<p>Über die <span class="nurfett">Familie Defrance</span> aus Dillingen sind einige Erklärungen geboten. Deren Mitgliedern wird ein starker Einfluß auf die industrielle Entwicklung der heimischen Stahlindustrie zugeschrieben. Die Gebrüder Defrance gehörten 1801 zu dem Mini-Konsortium, das die <span class="nurfett">Dillinger Hüttenwerke</span> zu fünf gleichen Teilen aufgekauft hatte. Ihr eigentliches Verdienst war jedoch, den Betrieb auf Blechfabrikation und auf die Herstellung verzinnter Bleche umzustellen. Sie verwirklichten endlich die große Werksidee des Blechwalzwerks nach englischem Vorbild. Das Eisenhütten- und Walzwesen studierten die Defrances dann 1803 in England. Nach dieser Studienreise wurde dann auch in Dillingen ein Blechwalzwerk gebaut. Früher wurde das Blech nur unter dem Hammer hergestellt. Die nun auf moderne Weise gewalzten Bleche waren so hervorragend, daß sie auf den Pariser Ausstellungen von 1806 und 1809 die Silberne und die Goldene Medaille erhielten. Nach dem Eintritt der Gebrüder Stumm in das Unternehmen (1818) war die Familie Defrance immer noch an der Gesellschaft beteiligt und stellte über mehrere Generationen die Direktoren. Die Familie lebt heute in Frankreich und besitzt noch beträchtliche Aktienanteile. Die Erinnerung an die Familie Defrance wird durch die bereits erwähnte Gruftkapelle auf dem Dillinger Friedhof und durch den Namen einer Straße in der Hüttenstadt verewigt.</p>' +
  '<p>Zum Verständnis der Gestalt Peaucelliers ist die zweite Ehe mit der Großbürgerstochter <span class="nurfett">Marie-Thérèse Sthème de Jubecourt</span> (1852-82) aus Wallerfangen besonders wichtig. Ob Peaucellier die vierjährige Halbwaise Jeanne in den neuen Haushalt mitbrachte, ist nur im Konjunktiv anzunehmen. Die neue Ehe ging er im Jahre 1876 ein. Hierbei assistierte kein Geringerer als der damals 54jährige Wallerfanger <span class="nurfett">Adolphe de Galhau</span> als Trauzeuge. Er war eine starke, sehr aktive und für die Probleme der Zeit aufgeschlossene Persönlichkeit. Auf diesen Stifter und Wohltäter gehen in Wallerfangen die Anlage des heutigen Papen’schen Parks, die Sophienestiftung, das Ensemble auf dem Adolphsplatz, der Bau der Kirche und die Errichtung des Nikolaushospitals zurück.</p>' +
  '<p>Das Wesen einer Persönlichkeit erschließt sich in seinen familiären Begegnungen oft tiefer als in der geschichtlichen Rolle. Diese rückt das politische Geschehen und die kulturelle Entwicklung seiner Zeit mehr ins Blickfeld. Damals dominierten in Wallerfangen die französischen Steingutfamilien Villeroy, De Galhau, Sthème de Jubecourt, Fabvier und andere. Der französische Adel hatte diesem Teil des Saargebiets seinen historischen Stempel aufgedrückt. In dem Landstrich um Wallerfangen überwog eindeutig die französische Kultur. Doch dicht daneben wich das Feudale dem Banalen, das Wunderliche dem Hypergewöhnlichen, der Schlichtheit des Vieh haltenden Fabrikarbeiters, die wohl den wahren Kern Wallerfangens ausmachten.</p>' + 
  '<p>Lassen Sie mich zum besseren Verständnis der vornehmen Familie <span class="nurfett">Sthème de Jubecourt</span> kurz auf deren soziale Verflechtungen im Ort eingehen. Dazu ist es unerläßlich, etwas weiter auszuholen. Peaucellier heiratete in eine großbürgerliche Familie herein, deren Wirken eng mit seinem eigenen Streben nach technischem Fortschritt verbunden war.</p>' +
  '<p>Nur wenigen Saarländern ist bekannt, daß fast gleichzeitig mit dem Auftreten des Begründers der Wallerfanger Faiencerie, Nicolas Villeroy (Fusion Villeroy&Boch 1836), ein zweiter Villeroy Anfang des 19. Jahrhunderts an die Saar kam. Es war sein älterer Bruder <span class="nurfett">Pierre Villeroy</span> (1754-1830), der sich auf dem Ritterhof in Hassel im Bliesgau niederließ. Dessen Sohn Felix (1792-1881) machte den Hof zu einem in ganz Deutschland bekannten landwirtschaftlichen Mustergut. Hier unternahm auch sein Freund, der Forscher Justus von Liebig, zahlreiche Pflanzenzuchtversuche. Nicolas Villeroy (1759-1843) und sein Neffe Felix Villeroy waren Pioniere der saarländischen Wirtschaft: Nicolas auf dem Gebiet der Steingutindustrie und Felix auf dem der Landwirtschaft. Nicolas war der erste Saarländer, der im Jahre <span class="nurfett">1809</span> eine Dampfmaschine und Felix der erste, der im Jahre <span class="nurfett">1828</span> eine dampfgetriebene Dreschmaschine einsetzte. Die Tochter des vorgenannten Felix Villeroy, Eugénie, heiratete <span class="nurfett">1844</span> in Wallerfangen den Karriereingenier und Adeligen Bartholomé Alexandre Sthème de Jubecourt. Auf ihn richtet sich unser Augenmerk. Das Ehepaar hatte zwei Töchter, die sich beide mit Großoffizieren der französischen Armee vermählten. Einer der beiden Offiziere war Charles Nicolas Peaucellier.</p>' +
  '<p>Nach dem plötzlichen Tod seiner ersten Frau Marie Hélène Defrance (1843-72) ging der 44jährige im Jahre <span class="nurfett">1876</span> die zweite Ehe mit der 20 Jahre jüngeren <span class="nurfett">Marie Thérèse Sthème de Jubecourt</span> (1852-82) ein. Zu seinem neuen Schwiegervater Bartholomé Alexandre Sthème de Jubecourt (1818-1889) fand Peaucellier einen ganz besonderen Zugang. Beide Männer waren erfüllt von dem unwiderstehlichem Drang nach Verbesserungen in der Mechanik. Sthème de Jubecourt war ebenfalls mit Leib und Seele Ingenieur und bereits technischer Direktor der Faiencerie in Wallerfangen. Es genügte ihm nicht, die Produktion in der Fabrik durch technische Erfindungen zu erweitern. Die soziale Frage zog ihn ebenfalls in ihren Bann. Seiner Natur entsprechend reagierte er mit der Tat und schuf bedeutende Änderungen in der Produktion. Zu den Neuerungen, die er in das Herstellungsverfahren des Steingutes einführte, gehörte der für die Arbeiter wohl eher rationelle Umbau der Keramik-Steinmühlen nach englischem Muster. Außerdem wurde unter seiner Leitung die erste moderne Dampfmaschine in einer technisch ausgereiften Version in Betrieb genommen. Sie diente zum Bewegen der Arbeitsscheiben in der Steingutfabrik, eine Arbeit, die zuvor mühsam von Menschenhand geleistet werden musste. In seiner Wirkungszeit ließ der findige und soziale Direktor auch das spätere „Direktorenhaus“, heute „Villa Faience“ genannt errichten. Nach seiner Zeit in der Villeroy’schen Steingutfabrik war Sthème de Jubecourt Direktor der Manufaktur Utzschneider in Saargemünd, danach Gutsbesitzer in Mont Sableau bei Dijon. Er kehrte jedoch mit seiner Familie nach Wallerfangen zurück, wo er <span class="nurfett">1889</span> verstarb. Neben seiner Frau Eugénie, geb. Villeroy, die er im Jahre 1844 heiratete, liegt er in der historischen Familiengruft auf dem Friedhof am Fuße des Limbergs begraben.</p>' +
  '<p>Zurück zu Peaucellier. Der frisch Vermählte lebte nun mit seiner zweiten Frau in Toul. Der hochbegabte Großoffizier leitete dort eine militärische Elitetruppe, in der die tüchtigsten Ingenieursoffiziere aus ganz Frankreich zusammengefasst waren. Aus der Ehe mit Marie Thérèse Sthème de Jubecourt gingen zwei Kinder hervor. Für die Entbindung der beiden Söhne kam Marie Thérèse jedoch zu ihren Eltern, die in Wallerfangen in der bereits erwähnten Direktorenvilla wohnten.</p>' + 
  '<p>Der <span class="nurfett">1877</span> geborene André ist das älteste Kind aus dieser Ehe. Peaucellier war mittlerweile zum General aufgestiegen. Der Junge wurde ebenfalls Offizier und fiel <span class="nurfett">1915</span> als Capitaine (au 5. dragons) im Alter von 37 Jahren im ersten Weltkrieg in der Schlacht bei Mèsnil-le-Hurrus. André Peaucellier ist mit den Worten „Mort pour la France“ auf der Grabstele seiner Mutter in der Familiengruft der Sthème de Jubecourt in Wallerfangen erwähnt. Begraben liegt er jedoch an der Seite seines Vaters in der Gruft der Familie Peaucellier, einen Steinwurf weiter.</p>' + 
  '<p>Als jüngstes Kind der Eheleute wurde Felix Guy Marie Maxime (Max) im Jahre <span class="nurfett">1882</span> geboren. Er schlug wie sein Vater die militärische Laufbahn als Ingenieur ein. Es ist durchaus nicht selten, daß Idee und Tat zweier schöpferischer Menschen bei Vater und Sohn ihren ähnlichen Ausdruck finden. In unserem Fall ist es kein Zufall, daß beide in ihrem Leben an derselben Aufgabe arbeiteten. In der Virtuosität seines konstruktiven Schaffens hatte Maxime allerdings nur eine Ähnlichkeit mit dem Vater, der selbst noch die Ehrungen seines Lebenswerkes erleben konnte. In den vielen Jahren, die seit dem Wirken von Maxime verflossen sind, hätte man die beträchtlichen Lücken in der Überlieferung nur durch Mutmaßungen aller Art ausfüllen können. Fakt ist, daß man zu keiner einheitlichen Auffassung über den beruflichen Werdegang des überlebenden Sohns des Generals kommt.</p>' + 
  '<p>Maxime wies das Schicksal eine tragische Rolle zu: Wie die Stiefmutter Marie Hélène Defrance, so verstarb auch seine Mutter, Marie Thérèse Sthème de Jubecourt nach der Geburt. Maxime war sechs Tage alt, als er zum Halbwaisen wurde.</p>' + 
  '<p>In der Sterbeurkunde von Peaucellier im Jahr <span class="nurfett">1919</span> war es dann auch der jüngste Sohn Maxime, der den Tod seines Vaters bei den Behörden in Paris anzeigte. In dem Dokument ist Maxime, ebenfalls wie sein Vater, mit einer eigenen Adresse in Paris genannt. Er war wohnhaft in Paris, 8 Quai d’Orleans. Seine Stiefschwester Jeanne, mittlerweile 47 Jahre alt, wohnte zur gleichen Zeit in der Wohnung des Vaters in, 10 Boulevard Raspail, Paris.</p>' + 
  '<p>Über die dritte Ehefrau des Generals ist nichts weiter bekannt, als der Name <span class="nurfett">Gabriele de Trévélec</span>, dem Namen nach bretonischer Adel, und das Jahr der Eheschließung <span class="nurfett">1889</span>. Als Peaucellier verstarb, lebten Gabriele und Jeanne gemeinsam mit Gemahl und Vater im Boulevard Raspail Nr. 10. Es ist erstaunlich, dass Peaucellier noch im selben Jahr seines Todes ins Saargebiet, in die Gruft seiner ersten Frau überführt wurde. Die geheimnisvolle Sache scheint auf einen affektiven Hintergrund bei den Angehörigen hinzudeuten. Genaueres hierüber wird der Welt allerdings für immer verborgen bleiben.</p>' +
  '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
  '<br>' +
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  '<p class="h2_censon"><a name="Zu Gast bei den Toten: Ein Spaziergang zu ihren Gräbern und Gruften">6. Zu Gast bei den Toten: Ein Spaziergang zu ihren Gräbern und Gruften</a></p>' +
  '<p>Unser Auge richtet sich nun auf den Ort, wo die meisten der Protagonisten dieses Textes begraben liegen, den Friedhof von Wallerfangen. Einleitend einiges über seine Geschichte.</p>' + 
  '<p>Dieser Bereich Wallerfangens am Fuße des Limbergs war damals noch das selbstständige Dorf Niederlimberg. Es entstand ab 1705 auf lothringischem Boden, während Wallerfangen, das in der Zeit ab 1687 niedergelegt worden war, nach dem Frieden von Rijswijk (1697) als zum Bann von Saarlouis gehörig, gleichzeitig als französisches Dorf wieder erstand. Diese höchst seltene Staatsgrenze zwischen den beiden bald nahtlos aneinander gewachsenen Dörfer wurde praktisch 1735 mit dem Regierungsantritt des vertriebenen Polenkönigs Stanislaus Lescinsky in Nancy, und endgültig 1766, mit dessen Tod, aufgehoben, da Lothringen dann an Frankreich fiel. Seit 1815 waren beide Orte preußisch und 1936 wurde Niederlimberg in Wallerfangen eingemeindet. Der Friedhof ist 1853 entstanden. Nach zwei Erweiterungen in den 60er und 80er Jahren besteht er heute aus drei Teilen, die jeweils mit unterschiedlich hohen Mauern umgeben sind.</p>' +
  '<p>Neben der Geschichte des Friedhofs sind nun einige besondere Grabstätten und die Plätze hervorzuheben, wo Personen, die in der vorliegenden Dokumentation eine besondere Rolle spielten, bestattet sind:</p>' + 
  '<p>Als Orientierungshilfe richtet sich unser Blick zunächst auf einen der schönsten Begräbnisplätze des Areals. Als Grabmonument erkennt man eine etwa 4 m hohe, sechseckige Säule mit Kreuz auf einem ebenfalls sechseckigen Sockel. Der Obelisk wurde aus Carraramarmor gehauen und erhebt sich über der Gruft von <span class="nurfett">Adolphe de Galhau</span> (1814-89) unter hohen Bäumen. Sie wurde vermutlich erstmals 1856 belegt und ist von dem gleichen gusseisernen Gitter eingefasst, wie der Begräbnisplatz mit der Gruft der <span class="nurfett">Familie Villeroy</span> nebenan; die Pfosten sind mit umflorten Urnen verziert.</p>' + 
  '<p>Die Gruft der <span class="nurfett">Familie von Papen</span> liegt neben derjenigen der Familie Villeroy. Das Grabmal ist ein etwa 3 m hohes, schlichtes marmornes Kreuz auf einem niedrigen, trapezförmigen Sockel. Dieser trägt die in Hochrelief dargestellten Wappen der Familien von Papen und von Boch. Es sind ovale Schilder in barocken Kartuschen, darüber die Krone eines Marquis. Die beiden Ehepaare von Papen (Vater und Sohn) sind auf einfachen, paarweise liegenden Steinplatten vermeldet. Der in Deutschland und der Welt wohl bekannteste „Wallerfanger“ fand in unserem Ort ein Stück Heimat, einen Sitz für die kommenden Generationen seiner Familie und seine letzte Ruhestätte. Doch was zog den Reichspolitiker <span class="nurfett">Franz von Papen</span> (1879-1969) ins Saarland?</p>' +
  '<p>Blicken Sie zunächst zwei Menschenalter zurück in die Ortsgeschichte von Wallerfangen bis zu Adolphe de Galhau. Da dessen Ehe mit Leonie Villeroy kinderlos geblieben war, vererbte de Galhau den Gutshof, das Schloss und den Englischen Garten seinem Neffen René von Boch, der 1892 auch seinen Namen übernahm. René von Boch-Galhaus Tochter Martha heiratete im Jahre <span class="nurfett">1905</span> den aus Westfalen stammenden Franz von Papen. Im selben Jahr wurde dem Paar das Schlossgut in Wallerfangen übertragen, das heute noch seinen Namen führt.</p>' +
  '<p>Der aus einem uralten Adelsgeschlecht entstammende ehemalige Generalstäbler (Kaiserzeit) und Karrierepolitiker – im Alter von nur 34 Jahren erhielt er bereits die Stelle eines für die USA und Mexiko zuständigen Militärattachés – stieg im Juni <span class="nurfett">1932</span> als Nachfolger Heinrich Brünings zum deutschen Reichskanzler auf. Er hob das Verbot der SA auf und setzte durch Notverordnungen die preußische Landesregierung (Braun/Severing) ab. Im Dez 1932 durch Kurt von Schleicher als Reichskanzler abgelöst, trat er im Jan 1933 in das Kabinett Hitler als dessen Vizekanzler ein. Als Vizekanzler und Reichskommissar von Preußen glaubte von Papen in Überschätzung seines eigenen Einflusses die neue Regierung unter Kontrolle halten zu können. Er erkannte seinen Irrtum und wagte die berühmte Marburger Rede (Juni 1934), in der er die innere Entwicklung des Nationalsozialismus öffentlich zu verurteilen suchte. Den Morden vom 30. Juni 1934 fielen zwei engste Mitarbeiter von Papen zum Opfer (Jung und Bose). Von Papen wurde verschont, weil Hitler die Angelegenheit nicht zu einem öffentlichen Skandal stempeln wollte. Papen zog sich daraufhin nicht völlig aus der Politik zurück. Am Abschluß des Reichskonkordates mit dem Papst war er noch wesentlich beteiligt. Nach dem Röhm-Putsch schied er aus der Regierung aus, wurde erst Botschafter in Wien (1934-38), dann Botschafter in der Türkei (1939-44). Vom internationalen Gerichtshof in Nürnberg wurde von Papen 1946 freigesprochen, jedoch in einem deutschen Spruchkammerverfahren in München zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt, doch bereits 1949 entlassen.</p>' +
  '<p>Nach dem Krieg kam von Papen erst nach der politischen Angliederung des Saarlandes an die Bundesregierung Deutschland nach Wallerfangen zurück. Im Dez 1944 war das Schloss von Adolphe de Galhau im Englischen Garten von Wallerfangen in Brand gesteckt und total zerstört worden. Nachdem die Familie von Papen zunächst in dem grossvolumigen Wirtschaftsgebäude (Marsstall) und dann in der gegenüberliegenden Direktorenvilla der ehemaligen Steingutfabrik (heute: Restaurant „Villa Faience“) gewohnt hatte, ließ Franz von Papen junior nach dem Tode seines Vaters (2.5.1969) mitten im Englischen Garten eine Villa als Familiensitz bauen, in der heute seine Tochter lebt.</p>' +
  '<p>Unser Weg führt weiter von der De Galhau-Gruft entlang der Lumpenbachgrenze in Richtung der alten Leichenhalle aus den 20er Jahren. Am Ende einer Reihe kleinerer historischer Grabplätze liegt ein weiteres, reich verziertes, obeliskenförmiges Grabmal, das durch seine besondere Eleganz auffällt. Es ist aus weißem Marmor gefertigt, in seiner Art im Saarland selten, und das Einzige dieses Friedhofs. In diesem Doppelgrab sind die beiden im Raum Saarlouis letzten Mitglieder einer der vornehmsten Familien dieser Region beigesetzt: <span class="nurfett">Gertrude du Pillard de Requin</span> (1792-1866) und ihr Sohn Isidor Charles. Mitglieder dieser Familie besaßen das Rittergut Niederhoffen (heute Papen’scher Park) und stellten den ersten Präsidenten (1692) und Generalleutnant am obersten Gerichtshof in Saarlouis (Jacques Rémy du Pillard de Requin). Ursprünglich war auch dieses Grab, wie die meisten seinesgleichen, eingezäunt; die Pfostenlöcher sind noch sichtbar.</p>' + 
  '<p>Hinter dem nächsten Grab biegt der Weg rechts ab zum Lumpenbach. Hinter dieser Abbiegung liegt rechts am Weg zunächst die Begräbnisstätte des bekannten Malers und Karrikaturisten <span class="nurfett">Philipp Müller</span> (1811-93). Er arbeitete in der Faiencerie Wallerfangen und war freischaffender Maler für Zeitungen und schuf sehr gute Karrikaturen. Berühmt sind die von ihm für die Steingutfabrik gezeichneten Jagdteller und das Tafelgeschirr „Burgenland“, ein Ornament, das von englischen Vorbildern beinflußt ist und das heute noch verwendet wird. Das Grabdenkmal besteht aus einem aufwendigen Sockel und einer Christusstatue. Renaissanceformen bestimmen das Denkmal, das wohl 1881 entstand: Das Mittelfeld wird von einem Profilstab gerahmt, der oben Ohrenflaschen und unten Konsolen ausbildet. Flankierend sind ionische Halbsäulchen an den Ecken angebracht. Die Abdeckplatte wird von einem markanten Zahnschnitt gesäumt. Oben drauf steht eine unterlebensgroße Christusfigur mit vorgesetztem rechtem Bein (Kontrapost) und in einem antikisiernden Mantel gekleidet. Der Kopf ist von einer für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zeittypischen Regelmäßigkeit, die Arme sind einladend ausgebreitet. Diese künstlerisch wertvolle Figur wurde über einen Katalog in ganz Deutschland verbreitet. Sie ist ein Terrakottaguß  und zählt zu den erfolgreichen Produktionen von Villeroy & Boch.</p>' + 
  '<p>Links daneben finden wir die Gruft der Familie <span class="nurfett">Sthème de Jubecourt</span>. Das Grabmal ist ein sogenannter Cippus, ein hoher Block mit seitlich angebrachten Schriftflächen. Der Cippus steht auf einem hohen Sockel mit quadratischem Grundriß und einem Kreuz mit einem Blumenkranz. Gesenkte Fackeln auf den vier Kanten des Monuments symbolisieren das erloschene Leben der hier Bestatteten. Klassizistische Ornamente zieren den schlichten aber eindrucksvollen, verwitterten Stein: Man erkennt die für ihre Zeit typischen Blattfriese, Perlstäbe und Zahnschnitte.</p>' +
  '<p>Die Inschriften stehen auf den beiden Seiten des Blockes. Die Front ist frei. </p>' +
  '<p><span class="nurfett">Links:</span> 1. Bartholomé Alexandre Sthème de Jubecourt, 1818-1889.</p>' +
  '<p>2. Eugénie Sthème de Jubecourt, née Villeroy, 1820-1900. Auf dem Grabstein der Ehefrau steht als Todesjahr fälschlicherweise 1900. Eugénie, die Schwiegermutter vom General Peaucellier, wurde am 21.10.1820 geboren und sie verstarb am 20.10.1901.</p>' +
  '<p><span class="nurfett">Rechts:</span> 1. André Peaucellier, Capitaine au 5. dragons, né a Vaudrevange le 6 Juin 1877, mort pour la France, le 18 Février 1915, und seine Mutter</p>' + 
  '<p>2. Marie-Thérèse Peaucellier, née Sthème de Jubecourt 1852-1882. </p>' +
  '<p>Der hier genannte André ist der älteste Sohn von General Peaucellier. Er ist in der Gruft der Familie Peaucellier beigesetzt und die Inschrift ist als Gedenkschrift gedacht.</p>' +
  '<p>Auf der Suche nach der Gruft der Familie Peaucellier orientieren wir uns an dem rechteckigen Grundriß des ältesten und größten Teils des Friedhofs, Teil I genannt. Wir stehen auf der Straße. Die vier Seiten von Teil I sind unterschiedlich eingefriedet. Die älteste Mauer, aus Sandsteinquadern gebaut und etwa 0,60 m hoch, schließt den Friedhof nach Osten (Richtung Saar) ab, wo im Lauf der Zeit die Ortsbebauung bis unmittelbar an ihn herangewachsen ist. An dieser Mauer, über der Mittelachse in Richtung Straße, finden wir die <span class="nurfett">Gruft der Familie Peaucellier</span>. Auf der großen Grabstelle steht ein würdevolles Grabmal und liegen vier Inschriftenplatten. Diese sind jedoch aus Gründen des Witterungsschutzes mit einem Kiesbett und dichten Efeuranken überdeckt. Das von einem Baum überwucherte Grabmal ist ein neobarockes Postament aus hellem Sandstein, auf dem ursprünglich ein Kruzifix stand. Es besteht aus einem Sockel, der mit zwei sich kreuzenden, in Hochrelief zu sehenden, Fackeln verziert ist. Auf einem sich verjüngenden Aufsatz steht die Inschrift: „Sépulture de la Famille Peaucellier“. Ein mit Lorbeerblättern überzogener Wulst verbindet den Sockel mit dem sich verfüngenden Aufsatz. Der Loorbeerwulst ist der architektonischen Form des Steines angepasst und deutet auf die bedeutendste der hier beigesetzten Personen hin, auf den General Charles Nicolas Peaucellier. Die vier liegenden Sandsteinplatten tragen folgende Inschriften:</p>' +
  '<ol type="1" Start="1">' +
  '<li>A la mémoire de Pierre André Peaucellier, Docteur en médecine, né à Metz, le 6 Juillet 1792, mort à Sarrelouis</li>' + 
  '<li>Ici repose, Marie Peaucellier, née Defrance, décédée le 21 Févfrier 1872, á l’age de 28 ans</li>' + 
  '<li>Ici repose, Charles N. Peaucellier, Général de Division Grand Officier à la Légion d’Honneur, né à Sarrelouis le 16 Juin 1832, mort à Reims le 4. Oct. 1919</li>' + 
  '<li>Ici repose André Peaucellier, Capitaine au 5`me Dragon, tombé glorieux … ,Mesnil-le-Hurrus, le 28 Février 1915 à l’age de 37 ans.</li>' + 
  '</ol>' + 
  '<p>Zu Platte 1:</p>' +
  '<p>Der Vater des Generals war Arzt der Pariser Medizinischen Fakultät und an der gleichen Fakultät zu Berlin ebenfalls anerkannt. Von Forbach kommend siedelte er anläßlich seiner Heirat 1819 nach Saarlouis um. Seine Ehefrau war Catherine Bassigny, die Tochter eines Saarlouiser Apothekers und der Anna Dewiller. Das Ehepaar Peaucellier hatte fünf Kinder. Dr. Peaucellier starb 1840. Er wurde vermutlich auf dem historischen Friedhof in Saarlouis beigesetzt, sein Grab ist jedoch nicht mehr vorhanden. Die hiesige Platte ist der Aufschrift nach ein Gedenkstein.</p>' +
  '<p>Zu Platte 2:</p>' +
  '<p> Hélène Defrance war die Tochter von Friedrich Achilles Defrance, einem der bedeutensten Direktoren der Dillinger Hütte und seiner ersten Frau Marie Antoinette Piette, Tochter des Dillinger Papierfabrikanten. Das in Dillingen produzierte Büttenpapier war das Beste aus ganz Deutschland und eines der besten aus Europa. Es erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den „Baselsstab“, das Wappen der Stadt Basel.</p>' + 
  '<p>Zu Platte 3:</p>' +
  '<p>Charles Nicolas Peaucellier ist das vierte der fünf Kinder des o.g. Arztes. Als sein Vater starb, war er erst vier Jahre alt. Obwohl in Preußen geboren, trat er in französischen Militärdienst. Seine Sterbeurkunde vermeldet als seinen Geburtsort "Sarrelouis-Moselle“, obwohl 1832 Saarlouis bereits 17 Jahre zu Preußen gehörte.</p>' +
  '<p>Zu Platte 4:</p>' +
  '<p>André Peaucellier ist das älteste Kind des Generals und seiner zweiten Ehefrau Marie Thérèse geb. Sthème de Jubécourt. Auch er ist mit den Worten „Mort pour la France“ auf dem Grabstein über der Gruft seiner Großeltern Sthème de Jubécourt erwähnt, was den Eindruck erweckt, daß er neben seiner Mutter beigesetzt ist. Dort steht auch sein Geburtsdatum: der 6.6.1877. Er ruht jedoch in der Gruft der Familie Peaucellier an der Seite seines Vaters.</p>' +
  '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
  '<br>' +
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  '<p class="h2_censon"><a name="Was noch zu sagen bleibt">7. Was noch zu sagen bleibt</a></p>' +  
  '<p>Wenn der Name von General Charles-Nicolas Peaucellier genannt wird, bekommen deutsche Heimatforscher ein schlechtes Gewissen. Sie spüren die Vergessenheit, die mit ihm verbunden ist, und die so nur auf deutschem Boden möglich war. Er konnte jedoch nicht ganz vergessen werden – es fanden sich immer wieder Leute, die sein Werk und sein Leben schemenhaft beschworen. Doch wer solchem dünnen Ruf folgen und an Peaucellier unmittelbar herankommen wollte, geriet in Verlegenheit. Das persönliche Ganze wie Besondere war bei Charles-Nicolas Peaucellier deswegen schwer zu sehen, weil im deutschsprachigen Raum nur wenige wissen oder bisher niemand es zu dokumentieren wagte, was er der Menschheit gebracht, und was sein Wirken heute noch bedeutet.</p>' +  
  '<p>Diese Vorbemerkungen kennzeichnen einen seltsamen Zustand und sind darum nicht bloß „bibliographisch“ – in ihr verbirgt sich die bleierne Unsicherheit gegenüber einem besonderen Mann. Wohin mit ihm? In die Geschichte der mathematischen Wissenschaft? Ja – doch kommt rasch das Aber: War der Militär denn ein Wissenschaftler? Den Ingenieurtitel und das Offiziersband als Leiter eines technischen Hochbegabtencorps trug er zu Recht, doch war seine akademische Tätigkeit nur ein kurzer, wenn auch geglückter Einsatz. Ist seine „Erfindung“ denn wirklich sein Eigentum und nicht bloß kräftig vereinfachtes und für die Zeit frisch geformtes Gedankengut anderer, Älterer - wie beispielsweise das von Stephenson oder von ähnlichen Größen aus der technischen Klasse? Also ein Pragmatiker – aber dann muß er wohl, wenn ein solcher nun eben nach dem Erfolg gewertet wird, ein besonders guter Pragmatiker gewesen sein. Alles, fast alles geriet ihm, und vielleicht ist es zu billig, nur seine Position in der Militärhierarchie verantwortlich zu machen. Die Größe, die unbestreitbare, wenn auch martialische Größe des Mannes liegt also in der Agitation, in der Neigung zum praktischen Wirken; nicht in der eigentlichen Forschung, wie die äußerst fruchtbare Vermarktung seiner einzigen Erfindung zeigte.</p>' + 
  '<p>Der zeitliche Abstand, der uns von einer großen Persönlichkeit wie General Peaucellier trennt, hat bei guter Quellenlage keine verwischende, sondern eine verwesentlichende Funktion. Die kurze Spanne der dem einzelnen gewährten Lebensdauer reicht in vielen Fällen oft aus, die Fülle des Erkämpften und den Wertgehalt der einer höheren Aufgabe gewachsenen Person ganz zur Erscheinung zu bringen. Peaucellier hat den vollen Aufschwung seines Lebenswerkes glücklicherweise noch erlebt. Es scheint als besäße erst der Tod eines schöpferischen Menschen die Macht der Transfiguration, die aus dem Vergänglichen das Unvergängliche hervortreten läßt – so wie es bei Charles-Nicolas Peaucellier, erstmalig in deutscher Sprache, nachzulesen ist.</p>' + 
  '<p>Dem Autor war es ein Anliegen, dem Leben und Werk eines Vergessenen ein gebührendes Denkmal zu setzen – im heimatkundlichen Szenario diesseits der Grenze sozusagen.</p>' + 
  '<p>Abschließend ist es wichtig, noch auf folgenden Gedanken hinzuweisen:</p>' +
  '<p>Die mit der modernen Heimatforschung verbundene Neubewertung großer Gestalten, die in der Vergangenheit oft zu einem Geniekult führte, steigert den Wunsch, die Vorbilder aus unserer Region neu kennen zu lernen, sie in authentischeren „Bildnissen“ ansehen zu können. Besonders das vorliegende Werk kam einem solchen Bedürfnis entgegen, und seine bisherige Verbreitung führte zu zahlreichen Interessenbekundungen am Leben und am Werk von Nicolas-Charles Peaucellier, einem Menschen aus unserer Heimat.</p>' +
  '<p>Solange der Leser vom Wert der Individualität von Vorbildern aus der Heimatgeschichte überzeugt bleibt, so lange werden ihn Persönlichkeiten interessieren, an denen er die Vielfalt der menschlichen Entwicklungsmöglichkeiten im heimatlichen Kontext studieren kann. Das weckt die Wissbegierde, die letztlich als treibende Kraft am Anfang aller Kulturen stand und ihr Garant ist. Dieser Wissbegier soll die vorliegende Geschichte um General Peaucellier Nahrung und Stoff geben, und wenn in ihr so manche Lücken und etliche Fragezeichen unvermeidbar waren, so können diese nur Ansporn zu weiterem Forschen sein.</p>' +
  '<p>Der Autor lädt Sie, interessierte Leser, dazu ein, die Grabesstätte von General Peaucellier auf dem Wallerfanger Friedhof aufzusuchen, und ein Stück lebendig gewordenen Geschichte nachzuspüren.</p>' +
  '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
  '<br>' +
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  '<p class="h2_censon"><a name="Anmerkungen">8. Anmerkungen</a></p>' +
  '<p>Herrn Gernot Karge bin ich für seinen freundlichen Anstoss und seine Hilfe zu großem Dank verpflichtet. </p>' +
  '<p>Auf die Verwendung von Bildmaterial wurde bei der Bearbeitung des Artikels über General Peaucellier bewußt verzichtet; nicht zuletzt, um den Focus des Lesers auf dem recht differenzierten Text zu halten. Das Ablehnen von fotodokumentarischem Material liegt aber auch aus einem anderen Grund im Interesse des Autors. Wenn man auf eine Fotographie blickt, findet man selten die Eigenschaften, die ein Objekt in der Realität hervorbringt. In der Heimatgeschichte ist es allerdings durchaus üblich, Fotos als Zeugen aufzurufen. Doch Fotos sind bestenfalls winzige Fenster in die Wirklichkeit. Dies gilt zweifellos besonders für Steinmetzarbeiten und Bildnisse der Friedhofskunst. Das Abbild solcher Werke als Reflexion auf eine ganz bestimmte Persönlichkeit ist nur in der Betrachtung des Objektes vor Ort realistisch wahrzunehmen. Das neobarocke Grabpostament von General Peaucellier läßt so beispielsweise durchaus erkennen, daß man hier mit der Heroisierung leichter zur Hand war.  Nur in der persönlichen Gegenüberstellung erscheint der Stein des Generals monumental und majestätisch, in diesem Falle sogar mit den Insignien seiner weltlichen Macht, dem schlichten Loorbeerkranz, versehen.</p>' + 
  '<p>Die höchst persönlichen Wesensmerkmale eines Einzelwesens zum Objekt künstlerischer Gestaltung zu machen und in diesem Kunstwerk vor Ort die Eigenarten dieses Menschen zu erkennen, ist ein Teil jenes ungeheuren Fortschritts, den die moderne Zeit dem mobilen Menschen bereitet. - Also, lieber Leser, setzen Sie sich ins Auto und statten den Friedhöfen von Dillingen (Grabkapelle) und Wallerfangen einen Besuch ab.</p>' +
  '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
  '<br>' +
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  '<p class="h2_censon"><a name="Verwendete Literatur">9. Verwendete Literatur</a></p>' +        
  '<ol type="1" Start="1">' + 
  '<li>Aloys Lehnert, „Geschichte der Stadt Dillingen/Saar“, Herausgeber Stadtverwaltung Dillingen/Saar, S. 633-638</li>' +
  '<li>Saarbrücker Zeitung vom 26.8.1961: „Die de-France-Gruft gibt Auskunft“ mit Foto</li>' +
  '<li>Gernot Karge, Auszüge aus seinem Privatarchiv, Saarlouis</li>' +
  '<li>Kreisarchiv Saarlouis, Wallraff’sche Kartei</li>' +
  '<li>Guido Müller, „Die Familie Villeroy und de Galhau im Saarland“, , Seiten 42, 78, 79, 109, 288, 289. Herausgegeben von Gernot Karge, für „Vereinigung für die Heimatkunde im Landkreis Saarlouis e.V.“, Selbstverlag, Saarlouis 1991</li>' +
  '<li>Edith Thissen, Unveröffentlichte Aufzeichnungen, Friedhofsamt der Gemeinde Wallerfangen, 1993</li>' +
  '<li>„Linkage Peaucellier“ aus: Enzyclopaedia Britannica, Print Set, Britannica Editors, 2003 London</li>' +
  '<li>„Les Inventeurs et appareilleurs“ aus: La collection scientifique de L’Ecole Politechnique, 2003 Palaiseau</li>' + 
  '</ol>' +
  '<img src="/tinc?key=vE2LJ6te">' +   
  '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
  '<br>' +
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  '';
  }
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