/* ************************************************************************** */
function buttonsaargaulandstrich(){
	var elem = document.getElementById('id-mitte'); 
	  elem.innerHTML =
/* -------------------------------------------------------------------------- */
    '<a href="#" class="zur_uebsicht nurright" onClick="buttonarbberheimatgeschichte(); return true;">Übersicht</a>' + 
    '<h3 class="nurcencol">Kleine Schriftenreihe<br>Heimatgeschichte – Ausgabe 2009</h3>' +
    '<h2 class="h2_klschrcen">Rainer Darimont</h2>' +
    '<h2 class="h2">Der Saargau –<br>ein Landstrich auf dem Muschelkalk</h2>' +  
    '<h3 class="nurcenter">Zur Geschichte des geteilten Grenzdorfes Leidingen</h3> ' + 
/* -------------------------------------------------------------------------- */ 
    '<div width="100px" height="300px">' + 
    '<a style="float:left;" class="gallerie-start" href="./bilder/heimatgeschichte/saargaulandstrich/kirche_deutscher_teil_leidingen.jpg"><img src="./bilder/heimatgeschichte/saargaulandstrich/kirche_deutscher_teil_leidingen.jpg" alt="Kirche deutscher Teil Leidingens" height="120" width="160" border="0"><br><span class="untertitel_l">Deutsch-Leidingen,<br>die 1742 erbaute Kirche<br>St. Remigius überrascht<br>durch ihren alten Turm von<br>1550. Gegründet wurde<br>der Sakralbau 1030 </span></a>' +
    '<a style="float:left;" class="gallerie-start" href="./bilder/heimatgeschichte/saargaulandstrich/kirche_franzoesisch_leidingen.jpg"><img src="./bilder/heimatgeschichte/saargaulandstrich/kirche_franzoesisch_leidingen.jpg" alt="Kirche französicher Teil Leidingens" height="120" width="160" border="0"><br><span class="untertitel_l">Französisch-Leiding,<br>die 1938 auf einer Gelände-<br>terrassezuckersüß über<br>dem Ort errichtete Kirche<br>Jeanne D’Arc </span></a>' +    
    '<p><span class="erstbugr">Z</span>ehn Kilometer östlich der Grenze zu Frankreich setzt sich das saar- ländische Industriegebiet unübersehbar in Szene. Es lässt uns selbst heute noch an Kohle und Eisen denken, an die Feuer der Hochöfen, die Glut der Abstiche und die Untertagewelt der Gruben. Etwa auf der Hälfte der Strecke zwischen Merzig und St. Arnual liegen die vier Städte Dillingen, Bous, Völklingen und Saarbrücken. Genau genommen bilden sie einen einzigen Siedlungs- und Industriekomplex, so dass sie, zumindest im Kartenbild, fast schon eine Einheit darstellen.</p>' + 
    '<p>Umso stärker empfindet man die Stille und Abseitigkeit der Landschaft, die sich auftut, wenn man über das Stadtgebiet der ersten Fabrikansiedlung Dillingen hinaus auf die französische Grenze zufährt. Unversehens befindet man sich in einer Welt von seltsamer Unberührbarkeit – einer unbekannten, eher namenlosen Grenzzone, die selbst von Reiseführern nur weniger Worte gewürdigt wird, obwohl sie bei näherer Betrachtung viele Reize enthüllt. Und es ist ganz leicht, sie zu entdecken. Zwar findet man in den kleinen französischen Flecken am Rande der Straßen ein unverdorbenes, vorgestriges Dorfpanorama, zwar prägt sich hier und da die Silhouette einer zugewachsenen Burg oder eines herrschaftlichen Landsitzes ein – seine eigentliche Schönheit aber offenbart das Land am meisten da, wo sich die Erde zu Hügeln, Einschnitten und Mulden formt. Und so weit man sehen kann, überziehen diese Anhöhen, Täler und Teiche wie ein Ozean das Land.</p>' + 
    '<p>Das Tal der Saar ist, nach einem Wort von Heimatforscher Hans Neis, die letzte sichtbare Anstrengung der Erdgeschichte, das Saargebiet vor diesem Meer zu retten. Das lothringische Stufenland wäre demnach das Meer, das bis an die Flussrinne unseres Saarabschnitts spült. In der Tat hat das Land zwischen den Gaudörfern und Metz etwas vom Wellengang einer mäßig erregten See. Langsam wogt es auf und ab, ruhig und bedächtig atmend. Es gibt nur wenige Berge, nur wenige Wälder, nur kleine Flüsse oder Teiche. Das Bild bestimmen weit geschwungene, fließende Ackerflächen, die bis auf den letzten Quadratmeter bebaut werden; eine Geographie der Erdkruste, die Idylle und Notwendigkeit souverän vereint.</p>' +
    '<p>Erst auf deutscher Seite verliert sich das Muster einer intensiv bewirtschafteten Nutzlandschaft. Auch hier breitet sich rund um die wenigen Dörfer diese sonderbar urwüchsige Landschaft: faul dahin fließende, kleine Bäche, beschilfte Ufer, Lehmland, mit Schlehen bewachsene Hügelkuppen, schmales Buschwerk, das sich zwischen den Feldern und Wiesen dschungelartig verdichtet, Flechten und Mistelballen an Pappeln und in Obstbäumen. Und erst in geraumer Entfernung von den Ortschaften umzäunte Viehweiden, auf denen philosophisch gestimmte Kühe unter Apfelbäumen grasen.</p>' +
    '<p>Wir befinden uns auf dem Saargau, dem letzten Abschnitt des lothringischen Stufenlandes, dem vollkommensten Landschaftsgebilde, das es heute - neben dem Bliesgau - im Saar-Mosel-Raum noch gibt. Eine Gegend, die der liebe Gott in einer glücklichen Stunde schuf und die er sozusagen selbst für einen besonderen Typus von menschlichen Geschöpfen gestaltete.</p>' + 
    '<p>Die Menschen dieser Landschaft, so hört man immer wieder, sind stark und bedächtig, ausgesprochene Nützlichkeitsfanatiker. Ein praktischer Bauern- und Arbeiterschlag, der fest auf dem Boden der Tatsachen steht und die Sterne am Himmel lässt. Zu diesem kühlen Realismus passen ihr feinsinniger Humor und ihre spitze Ironie. Ja, manchmal hat man den Eindruck, als seien die Leute hierzulande alle ein wenig mit den verschmitzten Repräsentanten dieses Erdstrichs verwandt: mit Alfred Gulden, dem hintergründigen Erzähler, der in Roden das Licht dieser Welt erblickte und dem der Gau zur Heimat wurde, und mit Jean-Louis Kieffer, dessen großes Anliegen das Weiterleben der deutsch-lothringischen Mundart ist und der im grenznahen Filstroff  seine Tage verbringt.</p>' +  
    '<p>Die Dörfer des Gaus passen – wie könnte es anders sein – zu diesem Menschenschlag. Sie sind von gesunder Diesseitigkeit und eher unauffällig: ein wenig winkelig und verschroben und auf den ersten Blick nicht sonderlich eindrucksvoll, obwohl schöne, alte Bauernhäuser und kraftvolle Kirchenbauten den Aufenthalt auf unverhoffte Art belohnen.</p>' + 
    '<p>Auch die Gemeinden Düren, Ittersdorf, Bedersdorf, Kerlingen, St. Barbara, Giesingen, Rammelfangen, Ihn und Leidingen entsprechen diesem typischen Gesicht einer Gaugemeinde. Locker um fast eine einzige große Hauptstraße gruppiert, haben die Dörfer trotz fortschreitender Industrialisierung ihren ländlichen Charakter bewahrt. Und da Unauffälligkeit hier oben offenbar Gesetz ist, verrät auch Leidingen nichts von der Rolle, die es einmal in älterer Zeit gespielt hat und heute immer noch spielt.</p>' +
    '<p>Der Saargau westlich von Bedersdorf und Rammelfangen und ist ein besonders begnadetes Stück Erde. Seine ländlichen Gefilde ziehen sich so anmutig dahin, dass das Auge über Anhöhen, Täler und Mulden schweift, ohne über einen einzigen Felsen zu straucheln. Ein friedsames Wellenmeer grüner Hügel, dunkler Bauminseln und geometrisch abgegrenzter Felder, als seien alle auch der Schönheit wegen so zugeschnitten. Der Muschelkalk kennt hier keine Staatsgrenzen. Hüben wie drüben liegen die Ammonshörner am Boden, hängen die Misteln an den Bäumen – ein stilles Land, in dem selbst die Kirchtürme von Leidingen wie Spielzeuge wirken.</p>' + 
    '<p>Bemerkenswert ist dieses geteilte Dorf Leidingen. Verläuft die Grenze doch mitten auf der Dorfstraße. Über 200 Jahre hinweg haben die Einwohner des französischen und deutschen Teils der Gemeinde die unterschiedlichsten Wirkungen der Staatsgrenze erfahren: Verbindendes einerseits und Trennendes andererseits. Wenn die Französisch-Leidinger aus ihren Häusern auf die Straße gehen, und wenn die Deutsch-Leidinger von der anderen Straßenseite her auf die Straßenmitte gekommen sind, ja dann hat jeder – nach einem Wort von Fred Oberhauser - seine Grenze direkt vor der Nase.</p>' + 
    '<p>Ursprünglich reichte das französische Königreich bis an die Saar. Erst nach den Napoleonischen Kriegen erfolgte die Teilung des Ortes. Der größere östliche Teil des Dorfes fiel 1815 an Preußen und der kleinere westliche Teil an Frankreich. Es gab zwar nachträgliche Grenzregulierungen (1829) zwischen den beiden Staaten, aber leider führten sie nicht zur Vereinigung. Die zahlreichen Grenzsteine mit der Jahreszahl 1830 erinnern daran.</p>' +
    '<p>Nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 wurden die beiden Ortsteile wieder vereint, bis am Ende des ersten Weltkrieges die alte Trennung wieder hergestellt wurde. Die hielt zunächst bis 1939 an. Bis 1943 war man dann nach dem Überfall unseres schnurrbärtigen Massenverführers auf den französischen Nachbarn wieder gemeinsam deutsch. Danach erfolgte die bis heute gültige Teilung, die jedoch in jüngerer Zeit durch die in der EU geltenden Freizügigkeitsregeln ihre Nachteile weitgehend verloren hat. Dennoch bestehen Umständlichkeiten: Die 30 Personen aus Französisch-Leiding haben öffentliche Einrichtungen in Lothringen aufzusuchen, die 190 Personen aus Deutsch-Leidingen im Saarland. Es gibt unterschiedliche Zuständigkeiten für zwei Kirchen, Postverwaltungen, Schulen usw. – aber seit 2007 immerhin nur eine Kläranlage.</p>' +  
    '<p>Diese Demarkationslinie von Leidingen ist eine geographische und zugleich politische Grenze, die Deutschland und Frankreich immer noch trennt und verbindet. Sie ist das große Thema einer ganzen Landschaft und stellt einen einzigartigen anachronistischen Zustand im europäischen Staatenbund dar.</p>' +
    '<p class="untertitel_l">Telefon des Autors: 06831-62843</p>' +
    '</div>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
/* -------------------------------------------------------------------------- */
    '';
    }
/* **********   E N D E   *************************************************** */    